Arbeitsgemeinschaft Elisabeth Kübler-Ross

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Falls Sie mehr über die Hospizbewegung in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland erfahren wollen, oder die Anschrift eines Hospizes in Ihrer Nähe suchen, bedienen Sie sich bitte der weiterführenden Seiten unserer homepage.

Hospize oder Hospizvereinigungen, die in unserer Liste fehlen, mögen sich bitte mit uns in Verbindung setzen. Wir legen auch gerne einen Link auf Ihre eigene homepage. Falls Sie keine eigene homepage haben, aber dennoch genannt werden wollen, würden wir gerne Ihre Adresse veröffentlichen, damit Interessenten leichter zu Ihnen finden. Voraussetzung ist, dass Sie sich mit der Philosophie von Elisabeth Kübler-Ross einverstanden erklären, die sich vehement gegen aktive Sterbehilfe gewehrt hat und sich für palliative Care eingesetzt hat.

 


 

 

 

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 Marthy Schleiffer, Präsidentin

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Mitgliedertreffen 2009

Mitgliedertreffen 2008


Aktuelles

Das nächste Mitgliedertreffen findet am 8. November 2009
im Hildegard Hospiz in Basel ab 14 Uhr statt.
          

Adresse:
Hildegard Hospiz
St. Albanring 151
4052 Basel

Zeit
14 – 17 Uhr

Wer Lust und Zeit hat: Mittagessen ab 12 Uhr im Café Holler des Hildegard Hospizes

 


 

Mitgliedertreffen 2008


vom 9. November 2008

im Hildegardhospiz, St. Albanring 151, Basel


            

 


Mitgliedertreffen vom 9. November 2008: Protokoll

Wie in den letzten Jahren üblich, trafen wir uns im Cafe Holler im Hildegard Hospiz in Basel zum gemeinsamen Mittagessen.                                                                           

Um 14 Uhr begrüsst unsere Präsidentin, Marthy Schleiffer, die 22 anwesenden Mitglieder mit folgenden Worten:

 «Liebe Elisabeth Kübler-Ross Freunde,

Als erstes möchte ich euch ganz herzlich begrüssen zu unserem jährlichen Beisammensein. Ebenfalls begrüssen möchte ich den Hospizarzt, Herrn Dr. Kabilca und danken für den wiederum herzlichen Empfang. Wir schätzen eure Ambiance und die liebevolle Begrüssung und Pausen-Betreuung von Frau Buser.

Für die alljährliche kunstvolle Dekoration und die herrlich mundenden Süssigkeiten danke ich Lo ganz herzlich!

Dass ich heute unter euch sein kann, ist nicht zufällig.

Ich hatte am 28. August 2008 eine Notfall-Rückenoperation (Bandscheibendefekt zwischen den Lendenwirbeln 4/5), welche mich bis Ende Jahr handlungsunfähig macht.

Als ich nach zwei Wochen das Spital verlassen konnte, überraschte mich ein kleiner Briefumschlag mit den besten Wünschen von Peter Bacher. In diesem Umschlag befand sich ein Kugelschreiber mit einem aufgedruckten Namen: Elisabeth Kübler-Ross. Da wusste ich, dass ich über meine Leidensgeschichte etwas erzählen sollte. 

Wer mich kennt weiss, dass ich eher zu den aktiven, zwirbligen Menschen gehöre. Ich litt zuvor weder an Rückenschmerzen noch hatte ich andere Beschwerden. Wie jedes Jahr assistierte ich vom 11. bis 16. August bei Ginnys Trainingsseminar über «Gewalt und sexuelle Ausbeutung», zuerst in Biel, dann in Engelberg. Der Kurs verlief gut und ohne Zwischenfall, einzig, dass ich in Engelberg erstmals Kreuzschmerzen hatte. Andy, Ginnys Ehemann, zeigte mir einige Yoga-Übungen, die etwas den Schmerz eindämmten. Als ich am Samstag nach Hause kam, war alles noch gut, hingegen am Sonntagabend konnte ich nicht mehr gehen. Da ich keinen Hausarzt habe, ausser meinem tibetischen Arzt in Glarus, mussten wir den Notfallarzt konsultieren und er kam nach Hause. 

Ich bekam Schmerztabletten und er tippte auf eine heftige Entzündung. Da die Schmerzen nicht nachliessen, bekam ich zusätzlich ein Morphinpräparat. Nach drei Tagen unerträglicher Schmerzen ging ich zum Chiropraktiker in der Meinung, man könnte mir den eingeklemmten Nerv wieder befreien. Dieser Chiropraktiker jedoch meldete mich sogleich als Notfall für ein MRI («Röhre») an und dort stellte man fest, dass die Bandscheibe zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel beidseitig angebrochen war und man sofort operieren musste. Nach elf schmerzvollen Tagen wurde ich operiert. Die Operation verlief gut, doch am dritten Tag kamen diese unglaublichen Schmerzen zurück. Sämtliche Schmerz- und Morphinmittel brachten keine Beruhigung. Nach drei schlaflosen Nächten und Schmerzen, die mich fast zum Wahnsinn trieben, bekam ich am vierten Tag ein Anti-Epileptikum namens «Tegretol 200» von Novartis, das meine Nerven, welche die linksseitigen Schmerzen verursachten, lahm legen sollte. Nach zwei Wochen Leidensweg bin ich ein neuer Mensch geworden. Eine derart kleine Pille kann das Leben von heute auf morgen total verändern, allerdings mit gravierenden Nebenwirkungen.  

Als ich dann diesen Kugelschreiber von Elisabeth Kübler-Ross erhielt, war mir klar: «Ich muss darüber berichten.» Wie ihr wisst, habe ich mich im letzten Newsletter ganz intensiv mit der Vereinigung Schweizer Schmerzpatienten VSP auseinander gesetzt. Warum wohl?

Es war mir bekannt, dass Elisabeth am Ende ihres Lebens schreckliche Armschmerzen zu ertragen hatte. Ich wusste, dass es ihr Anliegen war, den Menschen zu helfen, schmerzfrei zu werden. Sie sagte oft in ihren Vorträgen: «Es nützt nichts, den Patienten schöne Worte mitzuteilen und sie können es nicht hören, weil sie vom Schmerz absorbiert sind.»

Ist es ein Zufall, dass ich mich ein halbes Jahr zuvor mit dem VSP auseinandersetzte?

Nein sicher nicht, aber heute weiss ich, was Nervenschmerzen sind, weil ich sie am eigenen Leib erfahren musste. Ich hoffe und wünsche, dass viele Menschen diese Schmerzen nicht durchmachen müssen und Hilfe bekommen werden. Es war für mich eine der schmerzhaftesten Erlebnisse, aber auch eine hoffnungsvolle Zeit, dass unerträgliche Schmerzen gelindert werden können».

Bevor Marthy in ihren Ausführungen weiterfährt, gibt sie alle Entschuldigungen bekannt und lässt alle ganz herzlich von Marianne New aus Amerika grüssen.

Sie fährt mit den Worten fort: «Ich muss euch zudem eine traurige Mitteilung machen. Für all diejenigen, die Beth Weiner bei Workshops kennen gelernt haben: sie ist am 13.Oktober 2008 bei einem Autounfall in ihrem 84. Altersjahr ums Leben gekommen. Sie war jahrelang die erste Assistentin von Elisabeth. Wir gedenken ihrer mit Liebe und Würde.»

(Dieter wird uns zu ihrem Gedenken das Lied anstimmen «So nimm denn meine Hände»)

Und nun werden uns Thomas und Dieter ihre neue Solothurner EKR-Gruppe und soeben gegründete Hospiz-Gruppe vorstellen.

Anschliessend werden wir einen Kurzfilm, ein Gespräch von Ingo Hermann mit Elisabeth 1986 hören und sehen «Sterben lernen, leben lernen».
Da ich dieses DVD schon zweimal gesehen habe, werde ich die Gelegenheit benützen, um mich zu bewegen.
» 

Thomas erwähnt eingangs, bei der Vorstellung der Hospizgruppe Solothurn, dass diese ähnliche Strukturen mit Ritualen wie die Bielergruppe aufweise. Die Solothurner Hospizgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Wegbegleiter für Sterbende, Trauernde und Angehörige  zu sein. Die Gruppe besteht gegenwärtig aus sieben Frauen und Männern, welche ehrenamtlich tätig und in der Trauer und Sterbebegleitung ausgebildet sind. Im Sinne von Elisabeth, versuchen sie, Menschen in schweren Stunden nahe zu sein, ihre Gefühle zu verstehen, ihre Ängste und Sorgen ernst zu nehmen, Angehörige zu entlasten und ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Die Gruppe ist mit den Spitälern von Solothurn und Grenchen sowie mit der Spitex vernetzt. 

Anschliessend an den DVD-Film «Gespräche mit Elisabeth» vom Jahr 1986, der nach Ansicht vieler von ihrer Aktualität nichts eingebüsst habe, leitet Jean-Jacques in gewohnt souveräner und zurückhaltender Art die traditionelle Runde ein. Von der Möglichkeit in der Runde zu teilen, wird rege Gebrauch gemacht. Es ist immer wieder eindrücklich zu erfahren, wie bei den meisten die Person von Elisabeth – oder ihre Botschaft – ihr Leben berührt, geprägt und verändert hat.  

Lo schenkt Marthy zum Schluss des Treffens im Namen des Vorstandes eine Schatulle mit symbolischen Genesungswünschen. 

Marthy dankt am Ende der Zusammenkunft noch einmal Herrn Dr. Kabialca und Frau Buser für die Gastfreundschaft und Lo für die bereiteten Gaumenfreuden, die Dekoration und ihr Geschenk und wünscht allen eine gute Heimkehr. 

Für das Protokoll: Richy Fux, Vizepräsident.