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Cicely Saunders
Ein Leben für die Hospizbewegung
Das Foto wurde uns dankenswerterweise zur Verfügung
gestellt von : Frau Luise Thut (Präsidentin des Aargauer Hospizvereines).
Es wurde aufgenommen anlässlich des Vortrages von Cicely Saunders am 4.Juni 1998 in
Baden. |

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Cicely Saunders wurde im Jahre 1918 in England
geboren. Sie besuchte die Roedean School and das St.Anne´s College in Oxford, bevor sie
1944 die Ausbildung zur Krankenschwester im St. Thomas Hospital Nightingale School
abschloß.
Aus Krankheitsgründen war sie gezwungen, ihren Posten dort zu verlassen, kehrte aber
zurück zum St.Anne´s College und erwarb dort 1947 eine weitere Ausbildung als
Sozialhelferin.
Ein Erlebnis mit einem sterbenden Patienten namens David Tasma, den sie im Jahre 1948
kennenlernte, inspirierte sie so sehr, daß sie ihr Leben ab sofort in den Dienst der
Hospizarbeit stellte. Die beiden diskutierten darüber, wie sie es anstellen sollten,
eines Tages ein Heim zu schaffen, welches den Anforderungen der Schmerzkontrolle und den
Vorbereitungen auf den nahen Tod besser vermitteln könne als so eine geschäftige
Krankenstation. Tasma starb im Alter von 40 Jahren, und hinterließ ihr 500 Pfund mit den
Worten "Ich werde ein Fenster sein in deinem Heim". Cicely weist bescheiden auf
dessen Anteil hin: "David Tasma", so sagte sie, "der glaubte, sein Leben
auf dieser Welt wäre sinnlos gewesen, startete eine Bewegung!". Nach Tasmas Tod
arbeitete sie noch weitere drei Jahre im St.Luke´s Hospital.
Im Jahre 1951 begann sie ihr Medizinstudium im St. Thomas, und arbeitete gleichzeitig als
freiwillige Helferin im St.Joseph´s Hospital. 1957 erhielt sie eine Lizenz in der
medizinischen Fakultät und praktizierte im St.Joseph´s. Ihr Ziel war es aber, ein Hospiz
zu gründen, welches sowohl Ausbildung als auch Forschung auf dem Gebiet der Betreuung der
Patienten kombinierte. Ihre Bemühungen wurden im Jahre 1967 von Erfolg gekrönt, als das
St.Christopher´s Hospice im Süden Londons eröffnete. Sie diente dort von 1967 bis 1985
als Medizinische Direktorin und hält auch die Position als Vorsitzende.
"Ich brauchte 19 Jahre, um ein Heim rund um dieses Fenster zu bauen", sagte
Cicely bei der Eröffnung. Die Grundidee war, die Bedürfnisse des Patienten zu erkennen
und zu behandeln, aber auch die Bedürfnisse der Familie, um das Leid zu mildern, anstatt
eine Krankheit zu bekämpfen. Sterben sollte als eine Zeit gesehen werden, die sehr viele
Möglichkeiten für Heilung und Wachstum bietet.
1980 wurde sie von Queen Elizabeth mit dem Orden des Britischen Empire ausgezeichnet, dem
in der Folge viele weitere Auszeichnungen für ihre innovative Arbeit in der
Hospizbewegung folgten.
Saunders war immer eine Kämpferin gegen die Euthanasie: "Es macht schutzbedürftige
Menschen so verletzlich, daß sie glauben, sie wären eine Last für die anderen. Die
Antwort ist eine bessere Betreuung der Sterbenden, um sie zu überzeugen, daß sie immer
noch ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft sind".Quellen:
The John C. Liebeskind History of Pain Collection
McGill Reporter: A career of
compassion
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