Arbeitsgemeinschaft Elisabeth Kübler-Ross

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Falls Sie mehr über die Hospizbewegung in der Schweiz, in Österreich oder in Deutschland erfahren wollen, oder die Anschrift eines Hospizes in Ihrer Nähe suchen, bedienen Sie sich bitte der weiterführenden Seiten unserer homepage.

Hospize oder Hospizvereinigungen, die in unserer Liste fehlen, mögen sich bitte mit uns in Verbindung setzen. Wir legen auch gerne einen Link auf Ihre eigene homepage. Falls Sie keine eigene homepage haben, aber dennoch genannt werden wollen, würden wir gerne Ihre Adresse veröffentlichen, damit Interessenten leichter zu Ihnen finden. Voraussetzung ist, dass Sie sich mit der Philosophie von Elisabeth Kübler-Ross einverstanden erklären, die sich vehement gegen aktive Sterbehilfe gewehrt hat und sich für palliative Care eingesetzt hat.

 


 

 

 

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 Marthy Schleiffer, Präsidentin

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Elisabeth Kübler-Ross
8.7.1926 - 24.8.2004

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Die Drillinge: Elisabeth, Eva, Erika

Elisabeth Kübler-Ross mit Mutter Teresa

 

Virginia 1991

Familie Küber-Ross 1988

Ken, Manny, Barbara, Elisabeth

 

 

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Elisabeth Kübler-Ross wurde am 8.Juli 1926 als eine von drei Drillingsschwestern geboren und wuchs in der Nähe von Zürich auf. Nach dem Krieg studierte sie Medizin und arbeitete kurze Zeit als Landärztin. Nach ihrer Heirat ging sie in die USA und begann dort 1958 ihre Fachausbildung für Psychiatrie. 1965 übernahm sie eine Professur an der Universität Chicago. 1969 erschien ihr erstes Buch «Interviews mit Sterbenden», das sie weltweit berühmt machte. Damit brach sie mit dem Tabu, das Sterben als einen wesentlichen Teil des Lebens aufzufassen. Die Hospizbewegung, Sterbebegleitung und Selbsthilfegruppen für Trauernde verdanken sich ihrer Initiative.

Bis zur Erscheinung ihres Bestsellers «Interview mit Sterbenden» war der Tod ausschliesslich eine Domäne der Geistlichkeit. Die Ärzte waren am Leben interessiert. Doch Elisabeth Kübler-Ross wagte es, Sterbende zu fragen, was und woran sie dachten und welche Gefühle sie angesichts ihres bevorstehenden Todes hegten. Mit ihrer Erkenntnis bei über 2000 todkranken Patienten löste sie eine wahre Revolution aus. Die Sterbenden, so beschrieb sie in ihrem oben erwähnten Buch, durchliefen 5 bestimmte Stadien, die wie folgt zusammengefasst werden: 

 

Die fünf Stadien, auf die hier Bezug genommen wird, sind die «Stadien des Sterbens», die Dr. Kübler-Ross in ihrem Buch: «Interviews mit Sterbenden» formuliert und detailliert beschrieben hat. Sie können etwa folgendermaßen kurz zusammengefasst werden:

1. Nichtwahrhaben-wollen und Isolierung:  «Nein, ich nicht.» Das ist eine typische Reaktion, wenn der Patient erfährt, dass er oder sie tödlich krank ist. Verweigerung, so sagt Dr. Kübler-Ross, ist wichtig und notwendig. Dieses Stadium trägt dazu bei, für das Bewusstsein des Patienten die Erkenntnis zu lindern, dass der Tod unvermeidlich ist.

 

2. Zorn und Ärger: «Warum ich?» Die Tatsache, dass andere gesund und am Leben bleiben, während er oder sie sterben muss, stösst den Patienten ab. Gott ist ein besonderes Ziel für diesen Zorn, da er als derjenige angesehen wird, der nach Gutdünken das Todesurteil verhängt. Als Antwort für jene, die über die Behauptung schockiert sind, dass solcher Zorn nicht nur erlaubt, sondern unvermeidlich sei, sagt Dr. Kübler-Ross bündig: «Gott kann das aushalten.»

 

3. Verhandeln:  «Ja, ich, aber. ..» Die Patienten akzeptieren die Tatsache des Todes, aber versuchen, über mehr Zeit zu verhandeln. Meistens verhandeln sie mit Gott - «sogar jene Menschen, die niemals zuvor mit Gott gesprochen haben». Sie versprechen, gut zu sein oder im Tausch für noch eine Woche oder einen Monat oder ein Jahr des Lebens etwas zu tun. Dr. Kübler-Ross bemerkt: «Was sie versprechen, ist total irrelevant, weil sie ihre Versprechen ohnehin nicht halten.»

 

4. Depression: «Ja, ich.» Anfangs trauert die Person um zurückliegende Verluste, Dinge, die sie nicht getan hat, Fehler, die sie begangen hat. Aber dann tritt er oder sie in ein Stadium der «vorbereitenden Trauer» ein und bereitet sich auf die Ankunft des Todes vor. Der Patient wird in der Stille reifer und möchte keine Besucher. «Wenn ein sterbender Patient niemand mehr sehen möchte», so sagt Dr. Kübler-Ross, «dann ist das ein Zeichen dafür, dass er seine nicht beendete Beziehung zu dir beendet hat, und das ist ein Segen. Er kann nun in Frieden die Dinge gehen lassen.»
 

5. Zustimmung: «Meine Zeit wird nun sehr kurz, und das ist in Ordnung so.» Die Autorin beschreibt dieses endgültige Stadium als «nicht ein glückliches Stadium, aber auch kein unglückliches. Es ist ohne Gefühle, aber es ist keine Resignation, es ist vielmehr ein Sieg.»
 

Diese Stadien bieten einen sehr nützlichen Wegweiser, um die verschiedenen Phasen, die ein sterbender Patient durchlaufen kann, zu verstehen. Sie sind nicht absolut; nicht jeder geht durch jedes Stadium in dieser exakten Folge und mit vorhersehbarer Geschwindigkeit. Aber dies Paradigma kann, wenn es in einer flexiblen und Einsicht hervorbringenden Weise benutzt wird, ein wertvolles Werkzeug beim Verständnis dessen sein, warum ein Patient sich so verhält, wie er es tut.

«Diese Einsichten in die Sterbestadien haben zweifellos vielen Ärzten und Ärztinnen, Pflegern und Schwestern, aber auch vielen Angehörigen geholfen, nicht nur geistig hilflos und verlegen dem Sterben eines Menschen zuzusehen, sondern es in menschlicher Anteilnahme, eingestimmt in die wechselnden Stimmungen eines Todkranken, zu begleiten, damit es so auch in der zwischenmenschlichen Dimension ein menschenwürdiges Sterben sei. Dabei scheint mir eine der wichtigsten Einsichten von Kübler-Ross zu sein, dass der Kranke sehr oft selber aufgrund uns unbekannter psychisch-physischer Signale die Ankunft des Todes spürt und dass man ihm das Abschiednehmen nur erschwert, wenn man ihm gut meinend das Sterben auszureden versucht. Vielleicht ist dies mit ein Grund, weswegen manche Todkranke ihren inneren Zustand eher der Krankenschwester eröffnen als ihren möglicherweise protestierenden und lamentierenden Verwandten, ja, weswegen einzelne Sterbende sogar allein zu sterben wünschen oder gerade dann sterben, wenn Angehörige kurz das Zimmer verlassen.»

[Auszug aus dem Buch «Menschenwürdig Sterben» von Walter Jens und Hans Küng (S.24)]

 

ekr05.jpg (12481 Byte) From TIME magazine *100 greatest Scientists & Thinkers* /1999/ Unsung heroes: Elisabeth Kubler-Ross
For this Swiss-born psychiatrist, death was medicine's dirty secret. American doctors, she learned early on, rarely discussed the subject with the terminally ill, and the idea of administering pain killers or letting patients die at home or with their families around them was almost unheard of. Determined to overthrow this taboo, she interviewed hundreds of dying patients, sometimes in the presence of startled medical students. Her best-selling 1969 book, On Death and Dying, detailed her now popularly accepted conclusions. The dying, she wrote, go through five psychological stages: denial ("No, it won't happen"), anger ("Why me?"), bargaining ("God, just a little longer?"), depression and finally acceptance. Lecturing and writing at a furious pace, she went on to campaign for hospice care in the U.S., gave countless "life, death and transition" workshops around the world and tried to help babies with AIDS. Her current infatuation with mysticism and the afterlife distresses some in the psychiatric community. Even so, though hobbled by several strokes, Kubler-Ross, at 72, remains a powerful voice for the terminally ill and their loved ones.

KINOFILM über Elisabeth 

Den Film können Sie  in der Schweiz, Deutschland, Österreich über Internet (Amazon) als Video oder DVD erwerben.

ELISABETH KÜBLER-ROSS
Dem Tod ins Gesicht sehen

von Stefan Haupt
CH 2002, Doc

 

Elisabeth Kübler-Ross hat sich ein Leben lang mit Sterben und Tod beschäftigt und damit Weltberühmtheit erlangt. Mit ihrem Engagement hat sie viel zur Enttabuisierung des Sterbens beigetragen und «Sterbebegleitung» zum Thema gemacht. Heute lebt die Schweizer Ärztin zurückgezogen in der Wüste von Arizona, nahe jenem Übergang, den sie selber so leidenschaftlich erforscht hat.

Im Zentrum des Films stehen die Gespräche mit Elisabeth Kübler-Ross in Arizona. Sie blickt auf ihr Leben zurück, erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Arbeit und davon, wie sie mit ihrem eigenen Altern und Sterben umzugehen versucht.

Interviews mit ihren beiden Drillingsschwestern, mit Freunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie reichhaltiges Archivmaterial geben Einblick in das Lebenswerk und die Geschichte dieser aussergewöhnlichen Frau.

 
 

Besuch von Elisabeth in der Schweiz im März 2002

  Am 10. August 1999 erblickte das erste Enkelkind von Elisabeth das Licht der Welt: Sylvia Anna

Die glückliche Großmutter hätschelt liebevoll das erste Kind ihrer Tochter Barbara und ihres Schwiegersohnes Jeffrey Rothweiler.

 

Elisabeth und ihr Sohn Ken Ross im November 2002

Elisabeth Kübler-Ross

Elisabeth Kübler-Ross vor ihrem Haus in Arizona