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Die
Drillinge: Elisabeth, Eva, Erika

Elisabeth
Kübler-Ross mit Mutter Teresa

Virginia
1991

Familie
Küber-Ross 1988
Ken,
Manny, Barbara, Elisabeth
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Elisabeth
Kübler-Ross wurde am 8.Juli 1926 als eine von drei Drillingsschwestern
geboren und wuchs in der Nähe von Zürich auf. Nach dem Krieg studierte
sie Medizin und arbeitete kurze Zeit als Landärztin. Nach ihrer Heirat
ging sie in die USA und begann dort 1958 ihre Fachausbildung für
Psychiatrie. 1965 übernahm sie eine Professur an der Universität
Chicago. 1969 erschien ihr erstes Buch «Interviews mit Sterbenden», das
sie weltweit berühmt machte. Damit brach sie mit dem Tabu, das Sterben
als einen wesentlichen Teil des Lebens aufzufassen. Die Hospizbewegung,
Sterbebegleitung und Selbsthilfegruppen für Trauernde verdanken sich
ihrer Initiative.
Bis zur Erscheinung ihres Bestsellers «Interview mit Sterbenden» war der
Tod ausschliesslich eine Domäne der Geistlichkeit. Die Ärzte waren am
Leben interessiert. Doch Elisabeth Kübler-Ross wagte es, Sterbende zu
fragen, was und woran sie dachten und welche Gefühle sie angesichts
ihres bevorstehenden Todes hegten. Mit ihrer Erkenntnis bei über 2000
todkranken Patienten löste sie eine wahre Revolution aus. Die
Sterbenden, so beschrieb sie in ihrem oben erwähnten Buch, durchliefen 5
bestimmte Stadien, die wie folgt zusammengefasst werden:
Die fünf Stadien, auf die
hier Bezug genommen wird, sind die «Stadien des Sterbens», die Dr.
Kübler-Ross in ihrem Buch: «Interviews mit Sterbenden» formuliert und
detailliert beschrieben hat. Sie können etwa folgendermaßen kurz
zusammengefasst werden:
1.
Nichtwahrhaben-wollen und Isolierung: «Nein, ich nicht.» Das
ist eine typische Reaktion, wenn der Patient erfährt, dass er oder sie
tödlich krank ist. Verweigerung, so sagt Dr. Kübler-Ross, ist wichtig
und notwendig. Dieses Stadium trägt dazu bei, für das Bewusstsein des
Patienten die Erkenntnis zu lindern, dass der Tod unvermeidlich ist.
2. Zorn und Ärger:
«Warum ich?» Die Tatsache, dass andere gesund und am Leben bleiben,
während er oder sie sterben muss, stösst den Patienten ab. Gott ist ein
besonderes Ziel für diesen Zorn, da er als derjenige angesehen wird, der
nach Gutdünken das Todesurteil verhängt. Als Antwort für jene, die über
die Behauptung schockiert sind, dass solcher Zorn nicht nur erlaubt,
sondern unvermeidlich sei, sagt Dr. Kübler-Ross bündig: «Gott kann das
aushalten.»
3. Verhandeln:
«Ja, ich, aber. ..» Die Patienten akzeptieren die Tatsache des
Todes, aber versuchen, über mehr Zeit zu verhandeln. Meistens verhandeln
sie mit Gott - «sogar jene Menschen, die niemals zuvor mit Gott
gesprochen haben». Sie versprechen, gut zu sein oder im Tausch für noch
eine Woche oder einen Monat oder ein Jahr des Lebens etwas zu tun. Dr.
Kübler-Ross bemerkt: «Was sie versprechen, ist total irrelevant, weil
sie ihre Versprechen ohnehin nicht halten.»
4. Depression:
«Ja, ich.» Anfangs trauert die Person um zurückliegende Verluste, Dinge,
die sie nicht getan hat, Fehler, die sie begangen hat. Aber dann tritt
er oder sie in ein Stadium der «vorbereitenden Trauer» ein und bereitet
sich auf die Ankunft des Todes vor. Der Patient wird in der Stille
reifer und möchte keine Besucher. «Wenn ein sterbender Patient niemand
mehr sehen möchte», so sagt Dr. Kübler-Ross, «dann ist das ein Zeichen
dafür, dass er seine nicht beendete Beziehung zu dir beendet hat, und das
ist ein Segen. Er kann nun in Frieden die Dinge gehen lassen.»
5. Zustimmung:
«Meine Zeit wird nun sehr kurz, und das ist in Ordnung so.» Die Autorin
beschreibt dieses endgültige Stadium als «nicht ein glückliches Stadium,
aber auch kein unglückliches. Es ist ohne Gefühle, aber es ist keine
Resignation, es ist vielmehr ein Sieg.»
Diese Stadien bieten
einen sehr nützlichen Wegweiser, um die verschiedenen Phasen, die ein
sterbender Patient durchlaufen kann, zu verstehen. Sie sind nicht
absolut; nicht jeder geht durch jedes Stadium in dieser exakten Folge
und mit vorhersehbarer Geschwindigkeit. Aber dies Paradigma kann, wenn
es in einer flexiblen und Einsicht hervorbringenden Weise benutzt wird,
ein wertvolles Werkzeug beim Verständnis dessen sein, warum ein Patient
sich so verhält, wie er es tut.
«Diese Einsichten in die Sterbestadien haben
zweifellos vielen Ärzten und Ärztinnen, Pflegern und Schwestern, aber
auch vielen Angehörigen geholfen, nicht nur geistig hilflos und verlegen
dem Sterben eines Menschen zuzusehen, sondern es in menschlicher
Anteilnahme, eingestimmt in die wechselnden Stimmungen eines Todkranken,
zu begleiten, damit es so auch in der zwischenmenschlichen Dimension ein
menschenwürdiges Sterben sei. Dabei scheint mir eine der wichtigsten
Einsichten von Kübler-Ross zu sein, dass der Kranke sehr oft selber
aufgrund uns unbekannter psychisch-physischer Signale die Ankunft des
Todes spürt und dass man ihm das Abschiednehmen nur erschwert, wenn man
ihm gut meinend das Sterben auszureden versucht. Vielleicht ist dies mit
ein Grund, weswegen manche Todkranke ihren inneren Zustand eher der
Krankenschwester eröffnen als ihren möglicherweise protestierenden und
lamentierenden Verwandten, ja, weswegen einzelne Sterbende sogar allein
zu sterben wünschen oder gerade dann sterben, wenn Angehörige kurz das
Zimmer verlassen.»
[Auszug aus dem Buch «Menschenwürdig Sterben» von Walter Jens und Hans
Küng (S.24)]
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