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Die Arbeits- gemeinschaft Elisabeth Kübler-Ross bietet ihre  homepage als Ausgangsbasis zur Vorstellung der einzelnen Hospize in der Schweiz, Österreich und Deutschland an. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn  Sie "Ihr" Hospiz im Detail vorstellen wollen. Falls Sie eine eigene homepage im Internet unterhalten, setzen wir gerne einen Link darauf.

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Dr. Martin Eisner stellt auf dieser Seite Schmerzmittel vor und gibt Tips zur Behandlung chronischer Schmerzzustände:
Weitere Informationen beim Hausarzt, bei der Krebsliga, oder bei :
Martin Eisner, Ob dem Hügliacker 85, CH-4102 Binningen, Tel. +41 (61) 421 85 33
e-mail: martin.eisner@gmx.net


Schmerzbekämpfung bei schwerkranken Patienten

 

von Dr.Elisabeth Kübler-Ross empfohlene Methode,

für die Schweiz adaptiert von Dr. Martin Eisner

 

Mitmenschliche Betreuung und körperliche Pflege von Schwerkranken sind zwei Grundpfeiler der Sterbebegleitung im Sinne von Elisabeth Kübler-Ross. Dazu gehört ganz besonders auch die Behandlung von Schmerzen. Denn die Lebensqualität von kranken Menschen wird wesentlich verbessert, wenn sie keine Schmerzen haben.

 

Das Prinzip der Schmerzbehandlung

 

Jeder Patient mit dauernden Schmerzen erhält soviel und so häufig ein wirksames Schmerzmittel, dass er weitgehend schmerzfrei ist. Der Unterschied zur Behandlung anfallsweise auftretender Schmerzen besteht darin, dass man die Schmerzen gar nie erst entstehen lässt, sondern die nächste Dosis verabreicht, bevor die Wirkung des zuletzt eingenommenen Schmerzmittels abgeklungen ist.

 

Psychologische Aspekte chronischer Schmerzen

 

Chronische Schmerzen, vor allem, wenn sie verursacht werden durch eine bösartige und vermutlich unheilbare Krankheit, sind immer begleitet von starken negativen Gefühlen: Angst, Verzweiflung, Wut, Trauer, und von dem Gefühl das Alleingelassenseins.

Es genügt also nicht, dem Patienten Schmerzmittel zu verabreichen, ohne auf diese negativen Gefühle Rücksicht zu nehmen und den Patienten in diesem schmerzhaften Prozess zu begleiten. 

Sterbebegleitung ist aber vollkommen sinnlos bei einem Patienten, der unter starken Schmerzen leidet.

 

Medikamentöse Schmerzbehandlung

 

Jeder Mensch spricht anders an auf Schmerzmittel. Man muss also ausprobieren, welches Mittel am besten hilft. Oft wirken auch Kombinationen von zwei oder drei Schmerzmitteln.

 

Wie geht man vor?

 

Der moderne Stufenplan geht davon aus, dass der Patient mit dem schwächsten Schmerzmittel beginnt und stufenweise mehr und stärkere Schmerzmittel einnimmt, bis die Schmerzen nachlassen. Das Ziel der Behandlung ist die Schmerzfreiheit, egal mit welchem Mittel und mit welcher Dosis.

Hat ein Patient schon längere Zeit Schmerzen - was nicht vorkommen sollte - so geben wir von Anfang an ein starkes Schmerzmittel, meistens Morphin.

Morphin und Morphin-ähnliche Schmerzmittel sind die stärksten Medikamente zur Behandlung von Schmerzen. Wir zögern nie, es zu geben, wenn es zur Behandlung von Krebspatienten und anderen schwerkranken Menschen nötig ist.

 

Moderne medikamentöse Behandlung

von langandauernden Schmerzen

 

 MST-CONTINUS® oder DUROGESIC TTS®

 

Spritzen gegen Schmerzen sind sehr wirkungsvoll, aber sind ausschließlich für plötzlich auftretende sehr starke Schmerzen geeignet.

 

Bei andauernden oder allmählich stärker werdenden Schmerzen geben wir Morphin oder Fentanyl  als Tabletten oder Pflaster.  Am besten eignen sich bei den meisten Patienten MST-CONTINUS® Tabletten oder Durogesic-pflaster, da sie eine langanhaltende Wirkung haben.

 

Sucht und Abhängigkeit

Die Gefahr von Sucht und Abhängigkeit ist erfahrungsgemäß bei schwerkranken Patienten extrem klein.
Nebenwirkungen nimmt man in Kauf und behandelt diese mit entsprechenden Medikamenten (vor allem Verstopfung, selten Übelkeit und Brechreiz).

 

Wieviel Schmerzmittel ?

Die Dosis richtet sich nach der Wirkung und der Intensität der Schmerzen. Nach dem Stufenplan beginnt man mit einem einfachen Schmerzmittel: Panadol®, Spasmo-Cibalgin® u.a. Wenn die Schmerzen nicht rasch nachlassen, erhöht man die Dosis oder wechselt zu einem stärkeren Schmerzmittel. Ist der Patient schmerzfrei, so kann man die Dosis reduzieren, aber nur langsam und ohne zu riskieren, dass der Patient wiederum Schmerzen bekommt.
Bei starken Schmerzmitteln schläft der Patient möglicherweise in den ersten Tagen. Das ist kein Zeichen für Überdosierung. Wahrscheinlich ist der Patient durch die langanhaltende Krankheit erschöpft, und braucht Ruhe.
Im Verlaufe der weiteren Behandlung kann gelegentlich die Dosis stufenweise reduziert werden, und manchmal genügt dann auch ein Nicht-Morphin-haltiges Schmerzmittel.

 

MSD CONTINUS®

 

MST-CONTINUS® gibt es in verschiedenen Stärken: von 10mg bis 200mg pro Tablette
Patienten, die keine Tabletten einnehmen können, können Morphin in Form von Suppositorien (SEVREDOL® 10 oder 30mg) erhalten. Dieses muss etwa alle 4 Stunden verabreicht werden.

 

Welche Dosis und wie häufig soll man Morphin geben?

 

Bei Krebspatienten in Spezialkliniken ist die mittlere Tagesdosis von Morphin 200mg. Andere Patienten kommen mit 30mg pro Tag aus, manchmal braucht ein Patient über 1000 mg. Es ist ungefährlich, so hohe Dosen zu geben, wenn es nötig ist.
Ob der Patient 2mal, 3mal oder mehrmals täglich eine Schmerzmitteldosis benötigt, hängt von der Wirkungsdauer ab. Die Wirkungsdauer ist von Patient zu Patient verschieden und hängt auch ab vom Krankheitsgeschehen. Auf jeden Fall erfolgt die nächste Schmerzmittelgabe bevor die Wirkung der vorangegangenen Dosis aufhört.
Mit MST-CONTINUS® im allgemeinen 12 Stunden, manchmal alle 8 Stunden.
Andere Schmerzmittel, auch Morphintropfen und SEVREDOL® Suppositorien wirken 3 bis 6 Stunden. Entsprechend häufiger muss der Patient Schmerzmittel einnehmen.

 

DUROGESIC TTS®

 

DUROGESIC TTS® ist das erste transdermale System für die Behandlung von chronischen Schmerzen. Mit einer Wirkdauer von 72 Stunden bewirkt das Pflaster eine kontinuierliche Schmerzlinderung, wie es bei Tumorschmerzen erforderlich ist.
Der Wirkstoff von DUROGESIC TTS® ist Fentanyl, ein stark wirksames Opoid.

 

DUROGESIC TTS® gibt es in verschiedenen Dosierungen, die der Schmerzintensität angepasst werden können.

 

Die Durogesicpflaster (ähnlich wie Estraderm oder Nitroderm) werden an wechselnden Stellen auf die Haut geklebt. Die Wirkung tritt langsam ein und erreicht erst nach etwa 24 Stunden das Maximum. Wenn man das Pflaster alle 2 bis 3 Tage wechselt, bleibt die Wirkung über lange Zeit konstant.


Fentanyl, der Wirkstoff in DUROGESIC TTS® ist ein starkes Schmerzmittel, etwa 100 mal so wirksam wie Morphin. Es ist ein Betäubungsmittel und kann nur vom Arzt mit entsprechendem Rezept verordnet werden.

 

Der Vorteil von DUROGESIC TTS® gegenüber MSD CONTINUS® besteht in der noch gleichmässigeren Wirkung auf die Schmerzen. Es treten auch seltener Verstopfung und Übelkeit auf. Der Nachteil gegenüber MSD CONTINUS® besteht darin, dass die Wirkung sehr langsam eintritt und sich die Dosierungen nicht so schnell ändern lassen.

 

Die hier beschriebene Schmerztherapie ist in der Schweiz anerkannt. Sie muss vom Arzt verordnet und durchgeführt werden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Hausarzt.